King Kong: Skull Island (2017) – Kritik

May 27, 2017 at 12:48 am

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Kong: Skull Island, Regie: Jordan Vogt-Roberts, 118min, USA

8Sterne_lang

Heureka, der Monster-Film ist zurück! Woran „Pacific Rim“ und „Godzilla“ noch scheiterten, nämlich unterhaltsames Kino zu machen, schafft es Kong: Skull Island nicht nur mit fantastischen Effekten aufzuwarten, sondern auch mit Charakteren, um die man gerne bangt und einer simplen, aber dafür spannenden Handlung zu punkten. Mittendrin ist John C. Riley als „Comic Relief“, der im Trailer noch irgendwie deplatziert wirkte, sich im Film aber als dessen emotionaler Kern herausspielt. Regisseur Jordan Vogt-Roberts schafft es tatsächlich, die richtige Balance aus Horrorfilm und leichter Unterhaltung zu finden, seine Monster sind gruselig, seine Helden sympathisch und sein Kong monumental.

Dabei geizt er nicht mit prallen Farben und spektakulären Computereffekten ohne wie ein Videospiel zu wirken. Glaubhaft ist das alles natürlich trotzdem nicht – aber die einfache Handlung, gepaart mit coolen Viechern, Blut und Schweiß lässt kaum Langweile aufkommen. Das Setting ist ebenso clever (70er Jahre Vietnam-Krieg) wie sein Casting. Samuel Jackson als menschlicher Antagonist, Brie Larson als ‚die weiße Frau’ und Tom Hiddleston als vorsichtiger Abenteurer spielen ihre Archetypen gekonnt und werden dabei von einem tollen Ensemble an Nebendarstellern unterstützt.

Ich habe Peter Jackson’s 2005 Filmversion sehr gemocht. Da war viel Emotion drin, King Kong war ein verknallter Riesengorilla, der tragisch endete. Eine wunderschöne Hommage an das Original von 1933. Der Schwarz-Weiß-Klassiker steht dann auch zu Recht noch in allen Geschichtsbüchern der Special Effects und ist auch über 80 Jahre später noch nicht veraltet. Die Version von 1976 kann man aus Neugier mal sehen, aber ebenso schnell auch wieder vergessen.

Anders dieser neueste Eintrag in die Affen-Geschichte. King Kong: Skull Island wirkt wie das Herzensprojekt einer Crew, die einfach mal ein schönes Monsterspektakel machen wollte. Dass dabei der König der Insel nicht mehr ganz so ausgearbeitet ist, wie Dabei Action, Horror, Spaß und Unterhaltung so gut zu balancieren, verdient Respekt im heutigen, schnelllebigen Hollywood. Bitte mehr davon.

Ins Kino dafür? Unbedingt!