Roger Moore 1927-2017

May 24, 2017 at 6:33 pm

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Wenige Darsteller werden mit nur einer Rolle verbunden. Roger Moore wird aber immer James Bond sein und das ist an sich schon ein imposantes Erbe. Als der Brite in den Siebzigern den legendären Agenten von Sean Connery übernahm, war er schon ein großer Fernsehstar. Er spielte die Hauptrolle in diversen Serien, war in Deutschland vor allem als Simon Templar bekannt und natürlich als Sprücheklopfer in der Kultserie „Die Zwei“. Er hatte natürlich Glück, dass „Live and Let Die“ eine andere Richtung der Bond-Filme einschlug und ihm die Ausarbeitung der Figur so leicht machte. Sieben Mal war er als 007 auf der Leinwand, prägte damit die Figur des James Bond ebenso stark wie es Connery vor ihm tat. Moore war witziger und eleganter als sein Vorgänger. Er half, die Reihe nicht in der Bedeutungslosigkeit versinken zu lassen. Mit cleveren Sprüchen und übertriebener Action gab er dem Helden eine Leichtigkeit, die ihn wieder relevant machten. Dabei sah er immer gut aus und versprühte eine Aura von Autorität und Sympathie.
Mit dem Ende seiner Bond-Zeit beendete er auch quasi seine Schauspielkarriere. Es gab noch ein paar Filme, die inzwischen schon fast alle vergessen sind, aber im Grunde genommen ging er in seiner neuen Rolle als UNICEF-Botschafter viel mehr auf und verbrachte die letzten Jahrzehnte seines Lebens damit, unsere Welt ein klein wenig besser zu machen. Manchmal verblassen die Leistungen beim Film neben denen in der echten Welt.
Und so geht ein großer Mann von der Bühne, dessen zwei Rollen noch lange nachhallen werden.