King Arthur: Legend of the Sword (2017) – Kritik

May 31, 2017 at 4:00 pm

kingarthur9Sterne_lang

King Arthur: Legend of the Sword, Regie: Guy Richie, 126min, USA, UK, Australien

Guy Richie macht nen Abenteuerfilm! Es rumst und kracht und wird so schnell geschnitten als wären wir inmitten eines Musikvideos. Dazu gibt es wirklich epische Bilder und einem antreibenden Soundtrack. Ein bisschen fühlt man sich wie beim Lord of the Rings auf Drogen, aber nur ein bisschen, denn schließlich wird hier noch immer die Artus-Legende erzählt.
Offiziell ist der Film schon in den USA gefloppt, was auch an den schlechten Vorabkritiken gelegen haben mag (und daran, dass er sich gegen Guardians of the Galaxy Vol.2 behaupten musste). Verstehen kann man das kaum, denn King Artur bietet beste Unterhaltung und ist den Gang ins Kino absolut wert.
Die klassische Sage um Arthur, den Sohn des Britenkönigs Uther Pendragon wird nur in Teilen angerissen. So gibt es die „Mage“, ein Volk von Zauberern, das über die Abwesenheit von Merlin hinweghelfen soll und gleich zu Beginn der Geschichte das Reich mit großer Armee und einer Horde Riesenelefanten (!) angreift. Gelenkt wird der Angriff allerdings von Uthers intrigantem Bruder Vortigern, der zum Mörder des Königspaares wird, aber dessen Erben nicht fassen kann. So wächst Arthur in einem Hurenhaus auf, ohne seine wahre Herkunft zu kennen. Bis zu dem Tag da er Excalibur – das magische Schwert – aus einem Felsen zieht und so zur Bedrohung Vortigerns wird. Eine Prophezeiung sagt das Ende des grausamen Königs voraus, so dass dieser für den Rest des Films versucht, Arthurs Schicksal frühzeitig zu beenden. Der wiederum wehrt sich beharrlich dagegen, seinen Onkel vom Thron zu stürzen und zum Anführer der Briten zu werden.
Durchweg großartiges Casting rundet ein sympathisches Ensemble ab. Charlie Hunnam spielt Arthur mit viel Sympathie und Stärke, seine Bande aus Rebellen wird mit Djimon Hounsou, Aiden Gillen, Tom Wu und Astrid Bergès-Frisbey sympathisch belebt. Jude Law lebt als schleimiger Bösewicht auf wie selten in den letzten Jahren. Überraschend der Auftritt von Eric Bana als Uther, der gleich zu Beginn des Films das Ideal verkörpert, an welches Arthur nicht rankommen will. Sie alle gehen in ihren Rollen so gut auf wie es ihre Zeit auf der Leinwand zulässt. So wie die Nebenrollen an zu wenig Zeit leiden, sind die beiden Hauptakteure zwar öfter zu sehen, aber nicht unbedingt weiter ausgearbeitet.
Der „Reluctant Hero“ – also der Held, der keiner sein will, bis es nicht mehr anders geht und der „Evil Villain“ – also der Böse, der so böse ist, das es nur so böst, sind nur zwei Beispiele der archetypischen Charaktere, die den Film aus seinem perfekten Setting reißen und dann doch in gewohnte Bahnen bringen. Das ist schade, denn Richie tut alles was geht, um dem Zuschauer ein packendes, kurzweiliges und vor allem modernes Abenteuer zu bieten. Die Musik von Daniel Pemberton rockt wie wild. Die Effekte schwanken zwischen realistischer Animation und Computerspiel, aber immer so, dass man nicht rausgerissen wird. Die 3D-Wandlung macht wirklich Spaß im Kino (endlich mal wieder ein Film, wo Pfeile und Schwerter vor der Nase tanzen). Sowieso ist die gesamte Welt aus realistischen Landschaftsaufnahmen, gewaltigen Sets mit digitalen Erweiterungen, authentischen aber verspielten Kostümen und lockerem Dialog ein gelungenes Update der typischen Ritterfantasien. Wo der Herr der Ringe zwischen traditionellem Epos und langweiligem Märchen schwankte, schafft es King Arthur seiner Linie treu zu bleiben und sich als rotzige Britensaga mit Rollenspielpotential zu behaupten.
Dass der Markt für so einen Film in den letzten Jahren von Game of Thrones übernommen wurde, scheint dem Kinogänger nicht entgangen zu sein. Trotzdem würde ich jedem empfehlen, den Film auf der großen Leinwand und in 3D zu sehen.

Hercules (2014) – Trailer

March 25, 2014 at 5:56 pm

Mit Dwayne “The Rock” Johnson, von Brett “Der Stümper” Ratner. Wird einem zumindest durch Ian McShanes Voice Over schmackhaft gemacht. Deutschlandstart 04.Sept. 2014.

The Zero Theorem (2013) – Trailer

January 27, 2014 at 9:51 pm

Terry Gilliams neuer Film mit Christoph Waltz. Der Film hat noch keinen deutschen Startermin. Gilliam hat mal sehr interessante Filme gemacht: Jabberwocky, Time Bamdits, Brazil, 12 Monkeys. Aber er hat auch einfach nur komisches Zeug produziert: The Adventures of Baron Munchhausen, Tideland, The Imaginarium of Doctor Parnassus. Ich befürchte der Neue wird eher in letzte Kategorie fallen. Da warte ich doch lieber auf die angekündigte Wiedervereinigung von Monty Python.

How to Train Your Dragon 2 (2014) – Trailer

December 20, 2013 at 1:38 pm

Endlich kommt der zweite Teil. Für mich war der erste einer der besten Animationsfilme der letzten Jahre und auf jeden Fall einer der besten 3D-Filme, die ich im Kino gesehen habe.

Achtung Spoiler! Laut Slashfilm gibt es von 1:00-1:48min Szenen, die zu viel von der Handlung verraten.