Drehbuch-Update – Alles auf Neu

October 19, 2015 at 11:39 pm

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Bevor in ein paar Stunden der neue Star Wars Trailer diesem Blog wieder etwas Leben einhauchen wird, soll dieser kleine Beitrag Lust auf mehr machen. Hauptsächlich mir selbst.
In den letzten Wochen und Monaten lief der kreative Prozess nicht gerade auf Hochtouren, was man nur zu einem gewissen Teil durch wirtschaftliche Zwänge erklären kann (ich habe gearbeitet, um Geld zu verdienen). Nein, es kam auch die Erkenntnis dazu, dass das Vorhaben „GRiG“ zwar eine schöne Idee ist, aber auch relativ teuer. Da ich aus der Produktionsecke komme, entgeht mir natürlich nicht, wenn ein Drehbuch etwas mehr als ein Mini-Budget erfordert. Und genau so ist es auch gekommen: Alle drei Akte stehen auf sicherem Fuß, es gibt genug Action-Szenen, um Spannung und Spaß zu generieren und auch die Charaktere und Beziehungen funktionieren ganz gut. Kurz: ich mag das Konzept und wohin es geführt hat. Problem dabei ist: ich mag es unter anderem, weil es sich wie eine runde Sache anfühlt, wie ein „echter“ Film. Da dieses Projekt aber dafür da war, mir einen eigenen Regiejob zu basteln – und zwar ohne den Luxus einer gut geölten Produktionsfirma oder gar eines Verleihers – muss ich zugeben, am Thema vorbei gearbeitet zu haben. Das kann passieren und das darf man auch zu spät merken, ohne sich wie ein Idiot zu fühlen. Ändert aber nix. Fakt ist, so wie das Buch jetzt steht, wird „GRiG“ zu teuer und damit nicht machbar sein.
In einem seltenen Moment kreativer Klarheit und Begeisterung über da bisher Geleistete, habe ich mich dagegen entschieden, das Buch runter zu reduzieren. Diese gängige Praxis gibt es nicht nur in Deutschland, wo das Geld ja immer knapp ist, sondern auch in Hollywood. Reduzierung muss nicht per se schlecht sein. In diesem Falle würden aber sehr viele Teile der Handlung wegfallen, sehr viele Locations und überhaupt der Kern des Ganzen.
Stattdessen sitze ich seit einer Woche an einem neuen Konzept. An der „kleinen“ Version dieser Welt. Jetzt, mehr als schon zuvor, schreibe ich etwas, das mit minimalem Budget umsetzbar sein muss und trotzdem in der von mir in den letzten zwei Jahren erschaffenen Welt spielen kann. Jawohl, ich rede mir das schön und gebe das bisher Erarbeitete nicht auf. Stattdessen sehe ich „GRiG“ als Sequel, als teure Fortsetzung eines kleinen Indie-Films, den es nun zu planen gilt.
Dafür werde ich Filmschland verstärkt bei der Ideenfindung nutzen. Mein Schreibprozess ist nämlich eine Mischung aus „Kopieren von geilem Zeug“ und „Bloß nicht die selben Fehler wie andere machen“. Was kann da besser sein, als meine Gedanken abzutippen und zu veröffentlichen? Das schafft Fokus und Disziplin.
Zumindest in der Theorie. Ich bin mal auf die Praxis gespannt.

GRiG – Eigenes Projekt

April 30, 2015 at 1:42 pm

GRiG-Logo

 

Wie angekündigt wird das hier alles etwas persönlicher. Zur Zeit bin ich in den Vorbereitungen für einen Spielfilm, soll heißen, noch in der ersten Script-Phase. Um euch ein bisschen daran teilhaben zu lassen, aber auch, weil ich dieses Blog als eine Art Notizzettel benutzen möchte, wird es in Zukunft Einträge unter dem Titel „GRiG“ geben.

 

Diese Abkürzung steht für „Guy Richie in Germany“, denn das ist es, was ich drehen will: einen Gangsterfilm á la Guy Richie. Nur in Deutschland. In Berlin. Und wenn ich Gangster meine, dann eher Kleinganoven. Das Ganze soll eine Komödie werden, oder zumindest ein Actionfilm, der lustige Momente hat. Eben wie Richies beste Filme (Rock’n’Rolla>Snatch>Lock,Stock…).  So etwas wurde ab und zu in Deutschland versucht, aber gerne auch mit Taratino-Einflüssen gespickt und meist hat das am Ende dann doch nicht funktioniert.

 

Und genau darum geht es mir bei dieser Übung (die hoffentlich in einem fertigen Film münden wird): Darum, zu analysieren, was funktioniert und was nicht. Was man beachten muss, beim Film allgemein und in Deutschland im Speziellen.