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The Man From U.N.C.L.E. (2015) – Trailer

February 12, 2015 at 4:45 pm

Huch, der Henry Cavill kann ja doch sympathisch spielen. Dieser neueste Guy-Richie-Streich könnte ganz gute Unterhaltung werden.

Deutschlandstart: 13.08.2015

Ant-Man (2015) – Trailer

January 8, 2015 at 12:07 am

Der Film, den Edgar Wright verließ, weil er sich nicht auf das Marvel-Universum einlassen konnte, sieht jetzt aus, wie ein typischer Marvel-Film. Ob da Paul Rudd was mit seinem Humor gegen tun kann, bleibt abzuwarten. Michael Douglas und Evangeline Lily runden das Ganze hoffentlich zu dem Spaß ab, der ein Comicfilm über einen ameisengroßen Superhelden sein sollte.

Deutschlandstart: 23.07.2015

Und weil das Original nicht so viel hergibt, hat sich jemand dran gemacht und eine bessere Version des Trailers geschnitten:

 

Die großen Flops 2014

December 31, 2014 at 12:13 pm

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Was hätte 2014 nicht alles funktionieren sollen? Das Jahr sollte doch voller Knaller sein! Stattdessen überwogen die Totalausfälle – Filme, die auf den ersten Blick gut aussahen und dann doch absolut enttäuschten. Bei manchen war es absehbar, andere wiederum konnten erst im Kinosaal ihre völlige Enttäuschung verbreiten. In keiner besonderen Reihenfolge, da alle durchweg schlecht sind. Unbedingt vermeiden!!!

The Hobbit – Battle of the Five Armies
Ausführliche Gründe gibt es hier, kurz gesagt enttäuscht Peter Jacksons letzter Ausflug ins Fantasy-Reich vor allem durch seine aufgeblähten Schlachten, dünne Story und übermäßig schlechten digitale Effekte. Vorbei der Zauber der Herr-Der-Ringe-Trilogie. Es bleibt die Hoffnung, nie wieder von Dreharbeiten in Neuseeland zu hören, die irgendwas mit Zwergen, Orcs oder Zauberern zu tun haben.

Godzilla
Was hätte es nicht sein sollen? Die Wiedergutmachung für Roland Emmerichs enttäuschenden Hollywood-Godzilla (1998). Heisenbergs größtes Kinoabenteuer. Ein Film für Monsterfans und Sci-Fi-Nerds zugleich. Action mit Herz und Kopf – schließlich inszenierte Gareth Edwards, dessen Independet-Sci-Fi-Film Monsters (2010) überraschend Tiefgang hatte und trotzdem an Aliens nicht sparte. Doch leider hat es nicht sein sollen. Die Handlung: hanebüchen. Die Charaktere: langweilig (Hauptdarsteller Aaron Taylor-Johnson hat all sein Charisma in den Kick-Ass-Filmen gelassen, Bryan „Heisenberg“ Cranston stirbt viel zu früh und Ken Watanabes japanischer Wissenschaftler erschließt sich leider nicht als interessantes Bindeglied zum asiatischen Kino sondern nur als reingezwängter Stichwortgeber, der uns Godzillas Hintergrund erklärt: mit dem Holzhammer). Die Effekte: ziemlich gut, aber kaum zu sehen! Da gibt es ein paar Kämpfe von Godzilla gegen andere Riesenmonster und wir sehen das nur hinter eingestürzten Häusern, nächtlichem Nebel und wackeligen TV-Bildern. Sowieso das Konzept: Wer kam denn auf die Idee, einen Monsterfilm zu drehen, in dem die Menschen dem Publikum egal sind und die Viecher als Bedrohung viel zu abstrakt durch die Gegend staken? Ich war überrascht, dass der Film so viel Geld eingespielt hat, weil ich wirklich nicht weiß, welches Publikum er überhaupt ansprach. Einziger Lichtblick: der digitale Godzilla sah aus, als steckt ein Mensch im Gummianzug drin. So ein Konzept muss man 2014 erstmal durchziehen!

Lucy
Wow, was für ein Totalausfall!! Luc Besson schafft es, seine gesamten filmischen Leistungen durch diesen idiotischen Eurotrash in Frage gestellt zu sehen. Wirklich, wie kann der Regisseur von Leon-Der Profi und Das 5. Element nur so eine riesige Grütze fabrizieren? Angefangen vom wissenschaftlich völlig widerlegten Klischee des ungenutzten menschlichen Hirns, über schlecht choreografierte Kampfszenen und Verfolgungsjagden bis hin zum völlig antiklimaktischen Finale wirkt dieses Machwerk wie der Erstlingsfilm eines Studenten. Noch mehr Meckerei gibt es hier.

Noah
Darren Aronofsky hat ein paar gute Filme gemacht und einen brillanten (The Fountain). Sein Blick war stets ungeschönt und direkt am Menschen dran. Aber wer dachte, dieser Regisseur könnte der doch recht unrealistischen Handlung der biblischen Sinnflut etwas Realismus einhauchen, der irrte gewaltig. Sein Werk nimmt die Vorlage zum Teil wörtlich und verhindert dadurch irgendeine Art von glaubwürdiger Umgebung – und damit die Möglichkeit einer durchdachten Handlung. Die Charaktere sind dann doch zu schablonenhaft, als könnten sie über den Blödsinn hinwegtäuschen, der uns da serviert wird.

Pompeii
Vielleicht ist es unfair Paul W.S. Andersons letztes Machwerk hier aufzuführen, weil sich der Ehemann von Milla Jovovich (!!!) seit über einem Jahrzehnt mit immer neuen B-Movies unterbietet. Aber man hätte doch vermuten können, dass diese Mischung aus Gladiator und Titanic eine halbwegs mitreißende tragische Liebesgeschichte erzählen könnte. Ach Quatsch, wem macht man da was vor. Der Resident-Evil-König steht nur eine kleine Stufe über Uwe Boll und wird wohl auch im kommenden Jahrzehnt nur Schrott produzieren.

Sin City – A Dame to Kill For
Ich fand den ersten Teil schon frauenfeindlich, stilistisch unausgegoren und sich selbst viel zu ernst genommen. Der zweite Teil der Regiekombo Robert Rodriguez + Frank Miller erweist sich zusätzlich dazu noch als absolut langweilig. Die Darsteller spielen, als wären sie gerade aus dem Koma erwacht und die ständigen Kommentare aus dem Off, die uns wohl die Gefühlswelt dieser steifen Schaufensterpuppen näher bringen sollen, wirken wie aus einer langatmigen Lesung des Rentnerbuchclubs. Außerdem wird nicht ersichtlich, in welcher Reihenfolge die einzelnen Episoden zueinander oder zum ersten Teil eigentlich stehen. Wer darauf 9 Jahre gewartet hat, dürfte nach einem dritten Teil wohl nicht mehr so laut schreien.

Teenage Mutant Ninja Turtles
Nachdem klar war, dass Michael Bay dieses Reboot unserer liebsten Schildkrötenkämpfer produzieren würde, musste man ein Fuck-Up á la Transformers erwarten und wurde dann auch nicht enttäuscht. Jetzt nicht mehr im Gummianzug, sondern durch Motion Capture digital zum Leben erweckt, wirken die vier Grünen irgendwie völlig daneben. Es hilft nicht, dass die Action und Komik stümperhaft inszeniert sind und eine neue, blöde Backstory erfunden wurde, die April O’Neil zur „Mama“ der Viecher befördert. Und dafür musste der arme Will Arnett auf die „Wetten, dass…“ Fernsehbank…

Transformers – Age of Extinction
Wenn man vom Teufel spricht, darf Michael Bays Regiearbeit dieses Jahres natürlich nicht unerwähnt bleiben. Eigentlich keine wirkliche Überraschung, nachdem die Filme mit jeder Fortsetzung immer schlechter wurden und doch gab es einen kleinen Hoffnungsschimmer für den vierten Teil der Riesenroboterserie, denn es wurden die menschlichen Protagonisten mal komplett ausgetauscht, so dass sich jetzt Marky Mark mit irgendwelchen Unbekannten zusammentut, um Optimus Prime zur Seite zu stehen. War leider nix. Der einzige Lichtblick dieser erneuten sinnlosen Materialschlacht ist T.J. Miller, der sobald die Action langsam an Fahrt gewinnt auch direkt gekillt wird. Denn warum sollte man das erste Drittel des Films nicht mit der dümmsten Entscheidung des Jahres beenden, um die letzten zwei Drittel mit digitalem Schrott zu füllen, zu dem, ungelogen, Roboter-Dinosaurier gehören? Ja, warum eigentlich nicht? Eine Frage, die sich Bay wohl niemals stellen wird.

Transcendence, A Million Ways to Die in the West, Sabotage
Die drei wurden schon hier besprochen und haben sich rückblickend auch nicht mit Abstand zum Kinobesuch gebessert. Vielleicht kann ich Sabotage etwas gnädiger sehen, zumal dieser nicht Schwarzeneggers größtes Missgeschick seit seinem Comeback war – das war nämlich Escape Plan (2013), der zufälligerweise auch Stallones schlechtester Film seit Jahren ist. Und die beiden haben immerhin einen recht schlechten Expendables 3 in diesem Jahr rausgebracht! Der hat es übrigens auf die Liste nicht geschafft, weil er tatsächlich der beste Teil dieser Altherren-Idiotie war.

Da ich zu wenig deutsche Filme in diesem Jahr sah, kann ich da auch keinen Verlierer kühren, aber meine Meinung zu einem der groß gelobten Tatorte spiegelt wohl meine Haltung wider, zu so manch einem Versuch in unserem Land, auch mal einen auf Hollywood zu machen. Nach dem Zusammenstellen dieser Totalausfälle, frage ich mich, ob wir hier ein Hollywood 2.0 wirklich anstreben sollten.

Die Top Filme 2014

December 31, 2014 at 11:48 am

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2014 war sehr durchwachsen, fast schon ein schlechtes Jahr für Filme, gäbe es da nicht ein paar Highlights.

1. Interstellar (Christopher Nolan) 9/10
Nolans 2001-Update funktioniert grandios im IMAX-Kino und sollte da auch unbedingt gesehen werden. Ansonsten könnte es dem Film wie dem letztjährigen Gravity gehen, der beim Sehen auf dem kleinen Bildschirm an Wucht verliert. So bleibt aber zu sagen, dass mit tollen Schauspielern, absolut perfekten Special FX und Visual FX, Hans Zimmers bombastischen Orgelscore und einer Handlung, die kurz vor dem Kitsch doch irgendwie die Kurve kriegt, das Kinoerlebnis des Jahres abgeliefert wurde. Nolan beweist mal wieder, was das Wort „Innovation“ im Kinokontext wirklich bedeuten kann.

2. Edge of Tomorrow (Doug Liman) 8/10
Limans Science-Fiction-Tom-Cruise-Spektakel war sicherlich die größte Überraschung des Jahres. Eine Handlung wie ein Computerspiel, Matrix-artige Aliens, Mecha-Anzüge, die auf den ersten Blick mit dem modernen Design vom letztjährigen Elysium nicht mithalten können und eine dünne Emily Blunt, die der beste Soldat der Erde sein soll. Das hört sich nicht nach dem unterhaltsamsten Abenteuer von 2014 an. Ist es aber trotzdem! Der Film macht einfach so viel Spaß. Neben Cruise und Blunt darf Bill Paxton glänzen und eine Reihe von Nebenfiguren runden das Ensemble gekonnt ab. Es kommt nie Langeweile auf, für einen Witz ist immer Platz und doch bleibt auch das Drama nicht auf der Strecke. Endlich mal wieder ein Rundumpaket, bei dem es an keiner Ecke hapert. Mehr dazu hier.

3. Guardians of the Galaxy (James Gunn) 8/10
Das hätte der Film des Jahres sein sollen, allein weil Marvel hier völlig unbekannte Charaktere auf eine spaßig bunte Science-Fiction-Welt loslässt und damit der nächsten Generation ihr eigenes Star Wars verpassen könnte. Irgendwie schafft Regisseur Gunn dann trotzdem nicht, seinen eigentlich absurden Film von vielen Filmklischees zu befreien. Sei es der lahme Gegner Ronan, der unnötige Auftritt von Thanos (schlecht animierter Josh Brolin), das Ende-der-Welt-Szenario oder überhaupt die Idee, ein paar Halunken zusammenzupferchen, um sie zu echten Freunden zu machen. Da muss heutzutage mehr drin sein. Nichts desto trotz ein guter Spaß, den man gerne mehrmals sieht. Mehr dazu hier.

4. The Lego Movie (Phil Lord, Christopher Miller) 8/10
Ein Film über Legosteine? Also 90 Minuten Reklame für ne Bausteinfirma? Und das soll lustig sein? Ja, das ist total lustig und schnell und innovativ und Meta und bunt und alles! Regieduo Lord und Miller (21 Jump Street) schaffen es, diesem absurden Thema so viel Leben einzuhauchen, dass jede Minute Spaß macht. “Everything is awesome!”

5. 22 Jump Street (Phil Lord, Christopher Miller) 8/10
Der zweite Film des Regiedous Lord und Miller (The Lego Movie) macht sich über Fortsetzungen lustig und ist dabei so unterhaltsam wie schon der erste Teil des Serien-Reboots. Jonah Hill und Channing Tatum haben immernoch so viel Spaß wie das letzte Mal und auch an Action steht diese Komödie ihrem Vorgänger in nichts nach. Wie jeder Film hier, ist das ganze aber bitte nur im Original zu genießen, da die Hälfte der guten Sprüche in der Übersetzung an Kraft verlieren.

6. Dawn of the Planet of the Apes (Matt Reeves) 7/10
Besser als der letzte Teil des Reboots, wohl auch, weil wir weiter in die Welt der Affen eindringen, die beeindruckend mit computergenerierten Lebewesen aufwarten kann. Die Handlung um die letzten Menschen nach Ausbruch der Affen-Grippe ist durchaus spannend wird aber durch den internen Machtkampf der Schimpansen überschattet, was nichts schlechtes heißen muss. Natürlich bewegt sich der Film am Rande des Absurden, wenn Affen mit Maschinengewehren in den Händen auf Pferden in die Schacht reiten. Aber das Konzept der intelligenten, sprechenden Primaten ist die meiste Zeit so toll umgesetzt, dass man denken könnte, in einem gut durchdachten Film zu sitzen. Mehr dazu hier.

7. How to Train Your Dragon 2 (Dean DeBlois) 8/10
Der zweite Teil des besten Animationsfilmes, der nicht von Pixar kommt, kann seinem Original das Wasser reichen. Die Handlung ist größer angelegt, Welten werden erweitert, neue Charaktere kommen hinzu und das passiert alles so spielerisch, dass man den neuen Abenteuern von Hickup und seinem Drachen Toothless gerne zusieht. Ein bisschen ernster als sein Vorgänger kommt er schon daher, auch weil die Protagonisten zu Teenagern gewachsen sind. Der dritte Teil soll auf jeden Fall kommen und das Ganze abrunden. Nach dieser Fortsetzung mache ich mir keine Sorgen, dass dies eine der besten Trilogien überhaupt werden kann.

8. Bornholmer Straße (TV – Christian Schwochow) 8/10
Tatsächlich hat es einer der wenigen deutschen Filme, die ich dieses Jahr gesehen habe, in diese Liste geschafft. Ein wirklich unterhaltsamer, lustiger und dabei doch relevanter Film (wir feiern dieses Jahr 25 Jahre Mauerfall). Die Charaktere rutschen alle knapp am Klischee vorbei, was ihre Handlungen in der Nacht vom 9. November 1989 um so authentischer macht. Allen voran schafft es Hauptdarsteller Charly Hübner die Balance zwischen Klamauk und Dramatik zu wahren. Ich fasse es nicht, ein deutscher Film, der Timing versteht! Das gibt Grund zur Hoffnung, dass wir neben Schweiger/Schweighöfer-Komödien doch was Lustiges in unserem Lande hinbekommen.

So wirklich begeistern konnte in diesem Jahr aber sonst nichts mehr auf der großen Leinwand. Erwähnen muss man aber noch das (US-)Fernsehen, das mal wieder Maßstäbe setzt.
Nicht verpassen sollte man:

1. True Detective (ja, wirklich so gut, wie alle sagen)
2. Die dritte und leider letzte Staffel von The Newsroom
3. Die zweite Staffel von House of Cards
4. Die aktuelle Staffel von South Park („Ya ya ya, I am Lorde“ / „PewdiePie!“)
5. Last Week with Jon Oliver (eine echte Bereicherung für Daily Show Fans)

 

Hab ich was vergessen?

Trailer des Jahres 2014

December 31, 2014 at 10:09 am

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Mad Max Fury Road. Ganz klar der Beste Trailer des Jahres. So macht man das! Geil, geil, geil!!!

Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere – Kritik

December 9, 2014 at 9:06 pm

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The Hobbit: TheBattle of the Five Armies, Regie: Peter Jackson, 144min., Neuseeland, UK, USA 2014

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Kurz:
Der letzte Teil der Hobbit-Trilogie ist der kürzeste und doch viel zu lang. Eine riesige Schlacht zieht sich bis zur Ermüdung hin und lässt mit jeder Minute, die vergeht und jedem computeranimierten Viech, das abgeschlachtet wird, ein kleines Stück Originalität hinter sich, bis es schließlich nach 3 Jahren und 3 überflüssigen Filmen geschafft ist, jeden Zauber der Original-Herr-Der-Ringe-Trilogie zu nehmen. Peter Jackson mutiert zum neuen George Lucas und verliert sich in digitalen Spielereien, statt auf guten Dialog, vorantreibende Handlung oder seinen Titelgeber (den Hobbit) zu setzen.

Lang (Spoiler):
Eigentlich kann man sich eine Langversion sparen, da die Enttäuschung ja schon in der Zusammenfassung steckt. Sicher, die ersten beiden Hobbit-Filme waren keine Meisterwerke. Erst recht nicht, wenn man sie mit den besser gemachten Herr-Der-Ringe-Filmen vergleicht. Zumindest der zweite Teil konnte aber mit Smaug aufwarten, einem coolen Drachen und endlich mal coolem Gegenspieler, der sich zum Ende aus seiner Goldhöhle erhebt um ein armes Fischerdorf anzugreifen.
Und dann das: Gleich zu Beginn des dritten Teils richtet Smaug das angekündigte Unheil an und wird dann wie zu erwarten vom einzigen Menschen, den man im letzten Film länger vorstellte, niedergestreckt. Sein Name: wurscht. Er ist irgendein Aragon-Verschnitt (gespielt von Luke Evans). Genauso wie der Zwergenkönig Thorin (Richard Armitage) auch nur ein Aragon-Verschnitt ist. Der besetzt fortan die Höhle des Drachen und wird durch das dort lagernde Gold langsam verrückt. Das passiert am Anfang des Films, wenn es doch eigentlich der Abschluss des Hobbits sein sollte! Was dann kommt, ist eine Aneinanderreihung von belanglosen Kämpfen unter Feinden, die man nicht gewinnen sehen will.
Die Leute des Fischerdorfs suchen nun Unterschlupf in einer Burg nahe der Drachenhöhle. Dann kommen auch noch Elben, die irgendwas anderes in dem Goldhaufen vermuten. Irgendwelche Juwelen. Das ist doch mal ein Grund die Höhle zu belagern und dem Zwergenmann und seinen 12 Gefährten den Krieg anzudrohen! Gleichzeitig wollen auch ein paar Orcs an den Schatz. Damit hätten wir dann schon mal vier der titelgebenden Heere abgehakt. Später kommt nochmals eine Reihe Orcs dazu, Verstärkung für die Zwerge (mit einem computeranimierten(!) Billy Connolly) und dann noch Legolas (Orlando Bloom) und seine Freundin (Evangeline Lily), die in einen der Zwerge verknallt ist. Der stirbt am Ende, genauso wie der Zwergenkönig.
Zwischendurch wird Gandalf (Ian McKellen) von Sauron gefoltert, später dann von Kate Blanchett, Hugo Weaving und Christopher Lee gerettet, weil das eine Brücke zu den Herr-Der-Ringe-Filmen schlagen soll.
Sowieso versucht Jackson hier einem kurzen Kinderbuch das Epische seiner früheren Filme überzustülpen und scheitert dabei grandios, denn es macht einfach keinen Spaß den tausend Kämpfen zuzusehen. Weil sie einerseits völlig unrealistisch animiert sind (ja sind wir denn in einem Computerspiel?) und andererseits auch unrealistisch inszeniert (Wie kann ein Zwerg einen doppelt so großen Orc mit einem Hieb umhauen?).
Nein, dieser Film macht weder Spaß noch Sinn und bildet so den letztlich unbefriedigenden Abschluss einer Sechser-Filmreihe, die doch schon mit ihrem dritten Teil einen guten Abschluss bekommen hatte. Ein Glück verweigern die Erben Tolkiens weitere Lizenzierung der noch nicht verfilmten Bücher. Obwohl es schon einen Grund gibt, warum ich den titelgebenden Hobbit Bilbo (Martin Freeman) nie erwähne. Er ist nämlich alles andere als eine Hauptfigur, alles andere als ein Bindeglied vom Publikum zur Handlung. Er ist – so wie auch der ganze Film – bedeutungslos. Da könnte ein Remake vielleicht besser gelingen. Aber dafür sollte man Peter Jackson bitte in seiner Green-Screen-Höhle lassen und mal neue Talente finden.

Star Wars: The Force Awakens (2015) -Trailer

November 30, 2014 at 1:22 am

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Der Teaser für Episode 7 zeigt kaum etwas und ist dabei doch sehr, sehr cool. Liegt wohl auch an der dramatischen Stimme von Andy Serkis und der eigens komponierten Musik von John Williams. Und darauf müssen wir jetzt ein Jahr warten?!?

Deutschlandstart: 17. Dezember 2015

Jurassic World (2015) – Trailer

November 25, 2014 at 6:47 pm

Etwas hat überlebt…

Deutschlandstart: 11. Juni 2015

Gone Girl – Das perfekte Opfer – Kritik

November 10, 2014 at 7:20 pm

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Gone Girl, Regie: David Fincher, 149min, USA 2014
7Sterne_lang

Kurz: David Finchers letzter Streich ist die Verfilmung eines Romans, in dem ein Mann seine verschwinde Frau finden will un dabei selbst zum Verdächtigen wird. Ben Affleck und Rosamund Pike spielen in diesem spannenden, langen, aber nie langweiligen Thriller ein Paar, dem man – mit Hilfe von Rückblenden und Perspektivenwechseln – gern zusieht. Wie immer bei Fincher sind auch die Nebenrollen hervorragend besetzt und wie immer bei Fincher überwiegt die Handlung die Emotionen.

Lang (Spoiler): Die Ehe von Nick Dunn (Ben Affleck) und Amy Dunn (Rosamund Pike) steckt in der Krise. Zum 5. Jahrestag geht Nick erstmal in die Bar seiner Schwester Margo (Carrie Coon), um sich zu betrinken. Als er zurück nach Hause kommt, stellt er fest, dass Amy nicht dort ist und ruft die Polizei. Schnell wird klar, dass es wohl ein Verbrechen gegeben hat und eine große Suchaktion wird gestartet. Doch ebenso klar gibt sich Nick nicht wirklich wie der liebende Ehemann, der verzweifelt seine Frau sucht. Stattdessen entwickelt er sich zum Hauptverdächtigen!
WIRKLICH SPOILERS!! Doch es kommt alles ganz anders und so kann man nur hoffen, dass niemand einen Trailer gesehen hat, oder eine Kritik in die Hände bekam, die den Rest des Films beleuchtet. Tatsächlich handelt es sich nämlich um 3 recht unterschiedliche Filme, die zu einem Ganzen zusammengefügt wurden.
Der erste Teil ist dabei der beste, an den der Rest des Film nie so richtig anknüpfen kann. In ihm schafft es Fincher aus dem Szenario der vermissten Frau eine tollen Thriller zu machen, der nach und nach an der Unschuld von Nick kratzen kann und beim Zuschauer Zweifel sät.
Dieser Zweifel ist auch berechtigt, wird aber im zweiten Teil des Films in völlig neue Richtungen geführt. Sobald wir erfahren, dass Amy ihre Entführung nur vorgetäuscht hat und ihren eigenen Tod plant, verschiebt sich die bedrückende Stimmung zu einem Kräftemessen der Protagonisten. Die Spannung ist etwas raus und dennoch bleibt man fasziniert dabei. So wandelt sich der Film von einer Art Polizeiserie zu einer Art Anwaltserie. Es ist Fincher zu Gute zu halten, dass er diese beiden TV-Formate so spielend ins Kino konvertieren kann. Das liegt sicherlich an der absolut reinen Kameraführung (mal wieder Traumbilder von Jeff Cronenweth) und der unheimlichen Musik (schon wieder dabei: Trent Raznor, Atticus Ross). Hier wird eine ganz besondere Atmosphäre hergestellt, die den Vergleich zu Hitchcock nicht scheuen muss.
Der dritte Teil des Films ist dann der Psycho-Part, der eigentlich am wenigsten Spaß macht, weil er sich ganz knapp am Klischee bewegt, bzw. mitten reinhaut. Wir erleben das ganze Ausmaß der durchgeknallten Amy und müssen uns fragen, ob das denn nun eine ernst gemeinte Neuinterpretation von Basic Instinct ist oder ein Test, wie viel man dem Zuschauer zumuten kann.
Es sind dann auch die darstellerischen Leistungen, die das Zuschauen immer noch zu einem Fest machen. Am Ende des Films hat sich jeder mit seiner Rolle so gut arrangiert, dass man ihnen jede Reaktion abnimmt, ohne zu hinterfragen, wie (un-)realistisch denn das Verhalten der Personen (oder Medien) ist. Man glaubt Afflecks Hilflosigkeit, Coons Verzweiflung und Pikes Berechnung. Tyler Perry verlässt als grinsender Anwalt die Bühne, ohne dass er wirklich etwas zur Handlung beigetragen hätte. Und trotzdem mag man ihn dafür. Genauso wie Kim Dickens und Patrick Fugit als Polizei-Duo. Grundsätzlich fällt auf, was für eine fantastische Schauspielriege da zusammengestellt wurde. Casting war schon immer Finchers Stärke und in Gone Girl auch zwingend nötig.
Der Film bleibt aber ein Mysterium. Nicht Fisch, noch Fleisch. Gute Unterhaltung ohne Zweifel. Aber geht er auch tief? Kann er das überhaupt, wenn kaum eine der Hauptfiguren Sympathie ausstrahlt? Auch das ist bei Fincher nicht neu. In diesem Sinne – und weil er am Ende mit einem gewaltvollen Blutbad aufwartet – bleibt er sich treu.

Chappie (2015) – Trailer

November 5, 2014 at 9:59 pm

Nach dem enttäuschenden Elysium vielleicht ein guter Film von Neil Blomkamp? Na logo, das is’n Roboter in Afrika!! Von Dev Patel gebaut und Die Antwoord aufgezogen!

Deutschlandstart: 05. März 2015