Bad Neighbours – Kritik

May 16, 2014 at 3:12 pm

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Neighbors, Regie: Nicholas Stoller, 96 min, USA 2014

7Sterne_lang

Kurz:
Ein junges Ehepaar richtet sich im Eigenheim auf’s Familienleben mit Baby und langweiligem Job ein. Bis eine Studenten-Bruderschaft ins Nachbarhaus einzieht und die triste Idylle zu zerstören droht. Ein Heidenspaß. Eine typische Seth-Rogen-Komödie, die neben Schwanzwitzen auch ein Herz hat. Und McLovin ist auch dabei! Wer will so etwas nicht sehen?

Lang (Spoiler):
Mac (Seth Rogen) und Kelly (Rose Byrne) könnten so glücklich sein. Sie leben in einem kleinen Traumhaus zusammen mit ihrem Baby Stella. Doch das junge Glück wird jäh zerstört als eine Bruderschaft ins Nebenhaus zieht und von nun an jede Nacht Party macht. Das lässt nicht nur die kleine Stella wach bleiben, sondern wirft auch die Frage auf, ob das junge Paar „zu alt“ und spießig geworden ist. Zac Efron und Dave Franco spielen die Party-Studenten oberflächlich genug, dass Szenen mit Tiefgang plötzlich voller Wahrheit stecken und berühren können. Das sind aber nur Bonuspunkte, denn im Kern ist Neighbors (der in Europa umbenannt wurde, damit keine Verwechslung zur australischen TV-Serie entsteht) eine lustige Komödie mit schmutzigen Witzen und überzogenen Charakteren.

Der Trailer zeigte leider schon sehr viele Gags (Airbags, Gummiball, eigentlich fast die gesamte physische Comedy), da hilft es, dass der Film von seinen Dialogen lebt. Die sind – typisch für Seth-Rogen-Filme – stark improvisiert. So bleibt der Film locker und macht durchweg Spaß. Da fällt es kaum auf, dass die Handlung sehr dünn ist und es keine echten Überraschungen gibt. Letztlich gehen alle Pläne auf, die Mac und Kelly machen und führen zum ‚Happy End’, bei dem die Bruderschaft aus dem Haus geschmissen wird. Man kann Nicholas Stollers Regie zu Gute halten, dass man trotzdem mit den Jungs mitfühlt. Die Balance zwischen Kleinfamilie und Studentenleben wird immer gehalten. Es gibt nicht die ‚bösen Buben’ und die ‚guten Eltern’. Außerdem bleibt sogar etwas Zeit, sich die Frage zu stellen, ob mit dem ersten Kind, mit Heirat und Verzicht auf Parties nicht nur die Jugend, sondern auch der Spaß am Leben verloren gehen. In diesem Sinne schafft es der Film, trotz absurder Komik und übertriebener Klischees, ein reales Bild des menschlichen Alltags zu zeigen. Neben Schwanzwitzen. Vielen, vielen Schwanzwitzen.