Soundtrack Bits – Rise of the Planet of the Apes (2011)

August 27, 2014 at 3:04 pm

Patrick Doyles Soundtrack zum Reboot vom Planet der Affen war nicht so gut wie Michael Giacchinos Score zum neuesten (siehe Filmkritik). Aber so ein kurzer und lustiger Einblick ins Komponieren ist trotzdem schön:

Young Ones (2014) – Trailer

August 21, 2014 at 11:43 pm

Ein Sci-Fi-Western mit Elle Fanning und Michael Shannon? Ja gerne doch!

Deutschlandstart: unbekannt

Planet der Affen: Revolution – Kritik

August 21, 2014 at 12:10 am

News-Planet-Affen-Fan-Talk
Dawn of The Planet of The Apes, Regie: Matt Reeves, 130min, USA20147Sterne_lang

Kurz: Gelungene Fortsetzung des Planet-der-Affen-Reboots. 10 Jahre nach dem Ausbruch der Affengrippe steht die Menschheit vor dem Aus und muss sich mit den Primaten verbünden, um zu überleben. Das ist mal spannend, mal emotional und leider auch manchmal langatmig. Trotzdem immer unterhaltend und niemals dumm. Endlich gibt es auch überzeugende visuelle Effekte und Gary Oldman in einer Nebenrolle kann sowieso nie schaden.

Lang (Spoiler): Der beste Film dieser Reihe bleibt immer das Original von 1968, denn er erzählte eine wirklich bizarre Geschichte in tollen Bildern, untermalt von experimenteller, mitreißender Musik. Das Ende ist bis heute ikonisch. Alles was danach kam, seien es die Fortsetzungen in den Siebzigern, die TV-Serie, Tim Burtons 2001-Reboot oder das 2011-Reboot mit James Franco, scheiterte am Anspruch des Originals. Nichts desto trotz machten fast alle diese Nachfolger Spaß. Und so ist es auch mit dem neusten Eintrag in die Serie.

War der 2011-Beitrag schon recht realistisch angelegt, bleibt Dawn… dieser Idee treu. Zumindest wenn man sich mit dem Gedanken anfreundet, dass eine Wunderdroge innerhalb von 10 Jahren aus simplen Primaten, quasi menschenähnliche Eingeborenenstämme macht. Affen, die sich per Handzeichen unterhalten und ab der Hälfte des Films auch ganz schön oft per Stimme erzählen (wir lassen mal außen vor, dass das anatomisch nicht möglich ist). Dann folgt man diesem Stamm sehr gerne in die Redwoods, in denen die einzige Stromversorgung für das zerstörte San Francisco liegt: Ein Damm. Und so kommen auch ein paar Menschen ins Spiel.

Eine kleine Gruppe, angeführt von Malcom (Jason Clarke) und Ellie (Keri Russel) macht sich auf, den Damm zu reparieren und gleichzeitig Frieden mit den wilden Affen zu bewahren. Das geht so lange gut, bis beide Seiten, Mensch und Primat, ihre schwarzen Schafe finden und somit den brüchigen Waffenstillstand kaum halten können.

Und da geht dann das an sich gute Drehbuch in eine Richtung, die man positiv noch „konventionell“ bezeichnen würde, negativ jedoch als „hanebüchen“ betiteln darf. Die Affen sind nämlich jetzt in der Lage, mit Waffen gegen die Menschen vorzugehen, gestützt durch den dummen „Zufall“, dass in San Francisco ein ganzes Arsenal der Armee offen steht. So kommt es schließlich zum Kampf zwischen beiden Spezies, der uns einen reitenden Bonobo mit zwei Maschinengewehren in der Hand präsentiert! Ich wage mal zu behaupten, dass es anatomisch fast unmöglich ist, als Affe ein Pferd im Galopp zu steuern. Außerdem hat wohl niemand in diesem Film was von begrenzter Patronenzahl gehört, sonst würden die Affen ihre Gewehre schon nach 20 Sekunden in den Dreck werfen (denn egal wie clever sie sind, Nachladen ist mit ihren Händen so gut wie unmöglich). Außerdem sind Bonobos noch die friedlichsten Menschenaffen, aber das mag durch die Wunderdroge ausgehebelt worden sein.

Trotzdem ist der Film keine lächerliche Zeitverschwendung und das liegt an ein paar einfachen Punkten.

Der Star dieses Films ist ganz sicher kein Mensch. Schon gar nicht Gary Oldman, der hier nur eine kleine Nebenrolle einnimmt und damit Teil der Marketing-Lüge wird, die der Trailer verbreitete. Sein gebrochener Dreyfus ist ein wichtiger Charakter und bleibt doch blass und im Hintergrund. Es war schon clever ihn durch einen A-Klasse-Schauspieler zu besetzen. Auch Clarkes Malcom kann kaum mitreißen, obwohl sein zurückhaltendes Spiel auch gleichzeitig die Stärke der Figur ist.

Nein, dieser Film wird vor allem von zwei Schauspielern getragen, die man nie zu Gesicht bekommt: Andy Serkis als Cesar und Toby Kebbell als Koba. Die zwei Affen liefern sich gleich mehrere Duelle, die Shakespeare-hafte Züge haben. Verrat, Wiederauferstehung, Rache. Alles ist da. In Cesar und Koba finden wir echte Emotionen, oft heruntergebrochen auf Gesten und Blicke.

Glücklicherweise schafft es das Team von Weta-Digital dann auch, den beiden – wie auch allen anderen Affen – genug Glaubwürdigkeit zu verleihen. Somit ist dies das erste Mal seit Davy Jones’ Auftritt im zweiten Pirates of the Caribbean, dass es wirklich gelungene CGI-Charaktere gibt. So zumindest mein Eindruck im Kino – auf kleinem Bildschirm wirken die meisten visuellen Effekte leider nicht mehr so gut. Man muss die Blu-Ray abwarten um einen definitives Urteil abgeben zu können. Ich würde hier auch nicht das Wort „Animationsfilm“ ansetzen, da man dem Anspruch, die Effekte der Handlung unterzuordnen, tatsächlich gerecht wird.

Matt Reeves souveräne Regie rundet den Film ab, verpasst aber auch, etwas wirklich Besonderes zu zeigen. Weder visuell, noch handlungstechnisch bleibt Dawn… im Gedächtnis. Zumindest hatte der letzte Film eine tolle Szene, nämlich das erste Wort, welches Cesar spricht („NO!“). So etwas fehlt leider.

Unbedingt erwähnt werden muss auch Michael Giacchinos Soundtrack. Niemand kann das Original von Jerry Goldsmith toppen, Giacchino versucht aber zumindest heranzukommen. Es scheint fast so, als wolle er den klassischen Orchesterklang gegen ganz Hollywood retten. Goldsmith’ Einfluss ist vor allem in der Instrumentenwahl herauszuhören. Leider fehlt der letzte Schritt zum Experimentellen und Atonalen. Trotzdem bleibt sein melodischer, mitreißender Score immer noch ein Highlight.

Robin Williams – 1951-2014

August 13, 2014 at 12:34 am

Robin_RIP

Und dann war er nicht mehr da. Robin Williams Leben hier in Kürze, aber nur schwer in Worte zu fassen.

Einzigartig. Robin Williams war seine eigene Kategorie. Durch wen soll man ihn ersetzen können? Es gibt keinen Nachfolger. Die Welt verliert nicht nur einen Menschen, einen Schauspieler, Vater, Kranken, Heiler, Freund. Sie verliert ein Stück von sich selbst. Sie ist eine andere ohne ihn.

Vielseitig. Wer hatte denn sonst so eine Bandbreite? Ein Meister seines Fachs. Sei es Komödie, Drama, Stand Up. Sei es pure Unterhaltung oder Kino mit Tiefgang. Seine Interviews: legendär. Jeder einzelne Moment getrieben von tausend Ideen. Er war ein herumzappelndes Genie, von seiner Umwelt kaum zu bändigen.

Schwankend. Aus seiner Alkoholsucht machte er kein Geheimnis. Drogen gab es auch. 2006 der Rückfall. Die öffentliche Anklage: Wie kann man nur? Nach all den Jahren! Und doch haftete die Krankheit nicht. Sie wurde akzeptiert. Auch die Depression, die dahinter lag. Von ihm selbst so diskutiert wie seine Operation am Herzen. Er wollte nicht wegsehen – und wir sollten es auch nicht! Doch, Wegsehen hilft. Der Umwelt – nicht dem Kranken. Denn am Ende bleibt jeder mit sich allein, kämpft den einsamen Kampf gegen die Dämonen. Sicher, das Schwert mag man ihm in die Hände reichen, im Hintergrund den Chor anstimmen und rufen „Du kannst es, wenn du willst!“, aber den Todesstoß muss jeder selbst vollstrecken. Depression ist ein ständiger Kampf, der täglich aufs Neue geführt wird.

Immer da. Auch wenn er fort ist, Robin Williams wird noch Jahrzehnte überdauern, war er doch jahrzehntelang unser Begleiter. Egal wen man fragt, jeder hat noch eine Erinnerung mehr an ihn. Es kommen uns heute so viele Filme in den Sinn, so viele Charaktere, Momente, Lacher. Was für ein Geschenk an uns!

Danke.

The Rover (2014) – Trailer

August 11, 2014 at 9:01 pm

Postapokalyptisch oder einfach nur die Welt am Ende? Robert Pattinson fällt in die Hände von Guy Pearce und muss um sein Leben bangen. Sieht gut aus.

Deutschlandstart: Unbekannt!

Edge of Tomorrow – Kritik

August 10, 2014 at 7:06 pm

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Edge of Tomorrow, Regie: Doug Liman, 113min, USA 2014

8Sterne_lang

Kurz:
Und täglich grüßt das… trifft Starship Troopers. Actionreicher, sehr unterhaltsamer und überraschend lustiger Sci-Fi-Film. Tom Cruise stirbt im Kampf gegen Tentakel-Aliens und wacht „wiedergeboren“ am Tag ihrer Invasion auf. Und stirbt wieder. Und wacht wieder auf. Und stirbt wieder… Emily Blunt trainiert ihn vom Normalo zum Supersoldaten.

 
Lang (Spoiler):
Tom Cruise liefert nach Oblivion schon wieder tolle Sci-Fi-Unterhaltung, die nicht zu tief geht und deshalb bis zum Schluss Spaß macht. Regisseur Doug Liman weiß, welchen Film er da abliefert und nutzt Cruise so gut es geht. Anfangs ist seine Figur Major Cage noch der Poster-Boy des menschlichen Widerstands gegen de Alien-Invasion. Ein Schauspieler, der seine Rolle des amerikanischen Kriegsverkäufers sichtlich genießt, weil er sich dem „normalen“ Militärbetrieb entziehen kann. Ein feiger Aufschneider, der – durch einen Briten enttarnt und als Deserteur zur Infanterie runtergestuft – völlig fehl am Platz zur Front zieht. Und stirbt!

Sein Wiedererwachen wurde schon im Trailer tausendmal gezeigt und ist weniger überraschend als die Tatsache, dass die erste Stunde des Films mit der Situation („Live. Die. Repeat.“) spielend umgeht und ganz nebenbei auch noch ein paar nette Nebenfiguren zeigt. Bill Paxton setzt als Drill-Sergeant sein Mini-Comeback der letzten 2 Jahre fort. Sein Soldatenteam versucht dabei sogar an die guten Aliens-Zeiten anzuknüpfen. Ja, diese Figuren bleiben auch nur an der Oberfläche. Aber jede ist wohl besser ausformuliert als alle Transformers-Militärs es jemals waren.

Der schwächste Teil des Films sind sicherlich die Aliens. Das Design ist an Matrix-Sentinels angelegt, ihre Verbindung zueinander erinnert an die Borg und Independence Day (und da hören die Ähnlichkeiten noch lange nicht auf). Ihre „Technik“, also die Möglichkeit, Zeitsprünge zu machen, wird kaum erklärt, da man weiß, dass jede Erklärung zum Scheitern verurteilt ist. Das war beim Murmeltier tatsächlich viel besser. Man könnte die Aliens auch „Plot-Device“ nennen. Letztlich funktioniert die Handlung innerhalb dieser Stussparameter aber immer noch gut genug, weil Liman es schafft, den Fokus auf seine beiden Hauptfiguren zu legen.

Der Film schafft es sogar, aus der dünnen Emily Blunt, die kampferprobte Rita zu machen, eine tatsächlich glaubwürdige Kriegerin. Gleichzeitig lässt er Spiel für eine zaghafte Love-Story.

Die Special Effects sind top, es wird geballert was das Zeug hält. Stunts ebenso. Die Visual Effects fließen nahtlos in die Handlung. Wer dachte, die Mecha-Suits könnten mit den eleganten Elysium-Versionen nicht mithalten, wird eines besseren belehrt. Es ist erfrischend zu sehen, dass die Anzüge quasi Standardgrößen sind, welche Cruise & Co zu Beginn des Films mehr behindern als helfen. Natürlich passt ihm seine Rüstung besser, je länger der Film geht und je versierter er mit dem Militärequipment umgehen kann. Da hat sich jemand endlich mal Gedanken gemacht!

Soweit alles toll. Natürlich stinkt das Ende ein bisschen ab, weil man doch quasi auf Hollywood nicht verzichten wollte. Aber es passt zur Gesamthandlung und zu dem Thema „obskure Sci-Fi“ irgendwie dazu, dass Cage nicht nur überlebt, sondern auch eine Chance auf Happy End mit Rita hat.