5 Tipps, das deutsche „Breaking Bad“ zu retten

March 27, 2014 at 4:31 pm

Niemand will die Idee des ZDF, eine deutsche Version von „Breaking Bad“ mit Bastian Pastewka zu realisieren, von vorn herein zum Scheitern verurteilen. Es gibt aber genügend Hinweise (sprich das gesamte deutsche Fernsehen), dass dies total in die Hose gehen wird. Dabei könnte es ganz einfach sein, endlich eine TV-Serie von Qualität  in unserem Land zu produzieren. Die Produzenten von “Morgen hör’ ich auf” können sich hier 5 Tipps zu Herzen nehmen.

1. Familie
Was treibt Walter White im Original an? Seine Familie! Zumindest wiederholt er das immer und immer (und immer) wieder. Stimmt zwar nicht ganz, aber macht doch den Kern seines Handelns aus. Also braucht Pastewka eine starke Familie an seiner Seite. Ideale Gattin wäre natürlich Anke Engelke, aber da das ZDF sich mit nur einem Comedian schon weit aus dem Fenster lehnt (und nachdrücklich betont, dass der eine ernste Rolle spielen wird), bleibt das wohl ein Wunschtraum. So nervig wie Skyler im Original können aber auch andere deutsche Frauen sein, da sollte sich doch was finden lassen (zumal sie bei einem Steuerberater arbeitet, was sowieso schon deutsch klingt). Einen behinderten Sohn finden wir auch noch (ob man sich aber traut, jemanden mit echtem Handicap spielen zu lassen, wird sicherlich die interessanteste Castingfrage). Der Schwager kann ja statt bei Drogenfahndern beim BKA arbeiten und wenn das Ganze in Köln spielt, ist durch Klüngelei auch schon erklärt, wieso der denn ausgerechnet den Pastewka übersehen konnte.

2. Zweier-Dynamik
„Ey, Mr. White… Mr. White… Bitch!“ Das Original hat nicht nur Bryan Cranston als Walter White zu bieten, einen ehemaligen Comedy-Darsteller, der im Laufe der Serie zum Über-Kriminellen wird, sondern auch Aaron Paul, einen Newcomer, dessen Charakter nie aus dem kleinkriminellen Milieu herauskommen kann. Die Dynamik des ehemaligen Lehrers und seines ewigen Schülers macht „Breaking Bad“ mal zur Comedy-Show, mal zur Wissenschaftssendung und auch zum Psycho-Drama. Soll heißen: das ZDF muss unbedingt jemanden finden, der Pastewka das Wasser reichen kann. Das kann ja der Grafik-Praktikant sein, der sich von seinem mickrigen Mindestlohn nichts leisten kann und deshalb zum Dokumentenfälscher wird. Oder der kleine Gras-Dealer, der Verbindungen zur Unterwelt hat. Natürlich stellt das deutsche Format einer 4-teiligen Miniserie ein Problem dar. Schließlich ist es der lange und holprige Weg, den Pinkman und White im Original gemeinsam gehen, der ihre Beziehung zueinander so besonders macht. Mein Vorschlag wäre, ihn mit einem jungen Türken zu besetzen. So holt man sich schon mal den halben Wedding ins Publikum und bleibt dabei auch innenpolitisch relevant (wir sind ja immerhin bei den Öffentlich Rechtlichen). Außerdem deckt man damit schon einen Teil von Punkt 3 ab.

3. Immigranten
Es mag kaum auffallen, da „Breaking Bad“ in den letzten Episoden mit ein paar US-Neo-Nazis endet, aber Tatsache ist, dass in fast allen Staffeln die Antagonisten aus Südamerika stammen. Der weiße Mann (Mr. White!) gegen den Latino-Wilden. Hat da jemand in den USA „Rassimus“ geschrien? Nein! Denn es ist nun mal Tatsache, dass sich die Kartelle in Mexico, Kolumbien, usw. befinden. Zur Recherche kann man gern „Scarface“ oder „Blow“ heranziehen. Ebenso sollte im politisch korrekten Deutschland beachtet werden, dass ein Großteil der kriminellen Machenschaften von Immigranten und Asylanten begangen werden. Das hat nichts mit Rassismus zu tun, sondern spiegelt einen wichtigen Aspekt unserer Gesellschaft wider. Rumänen, Türken, Syrer sind in das ganz normale deutsche Leben eingebunden, aber ebenso Teil des organisierten Verbrechens. Also wäre es nur konsequent, wenn Pastewka mal den Abou-Chaker-Clan vor der Tür stehen hat. Oder wenigstens die „Hells Angels“, die inzwischen ihren Nachwuchs nicht mehr so fein aussieben, wie es noch in den 90ern der Fall war. Es heißt „die Mafia steht vor der Tür“. Mal sehen, ob’s die Italiener werden. Ein aktuelles Bild der Kriminalität in Deutschland lässt sich also nur mit dem Einbeziehen von unangenehmen Wahrheiten wiedergeben, was direkt zu Punkt 4 führt.

4. Realismus
„Breaking Bad“ setzt sich mit Drogenherstellung, -konsum und –fahndung auseinander. Da Amerika seit den Siebzigern im „War on Drugs“ steckt, ist das nachvollziehbar. Wir lernen die Kunst dahinter kennen, die Wissenschaft, die Abgründe und ebenso die Sinnlosigkeit. Dem Gegenüber steht das langweilige Leben der „Normalos“, aus dem Walter White ausbricht und dessen Rolle er doch bis kurz vor Serienschluss noch mitspielt. Daraus ergeben sich Komik und Spannung zugleich. In der deutschen Version haben wir es mit Falschgeld zu tun, einem Thema, dass sich seit den 80ern nicht mehr in den Medien findet. Aktualität sieht anders aus. Zumindest die Tatsache, dass Pastewka einen arbeitlosen Grafiker spielt, ist total realistisch. Endlich kann man all die Jugendlichen da draußen warnen, doch bitteschön „was Vernünftiges zu studieren“. Den ursprünglichen Antrieb Whites, nämlich kriminell zu werden, weil man sich die Krebsbehandlung nicht leisten kann, darf das deutsche Gegenstück leider nicht benutzen, da es dem realen Bild von gesetzlicher Krankenkasse und Arbeitslosen-, sowie Sozialhilfe widerspricht. Das bietet ein großes dramatisches Dilemma, denn man muss einen ebenso zwingenden Grund finden und trotzdem die Hauptfigur sympathisch erscheinen lassen. Schließlich ist der Wandel vom Spießbürger zum Verbrecherkönig Kern des Originals. Zockerei geht nicht, es sei denn man heißt Uli Hoeneß. Vielleicht was mit Immobilien? Da kann man gut Geld verlieren und Opfer sein (Berlin bietet sich als Schauplatz an). Sich mit Kriminellen aus allen Gesellschaftsschichten rumzuschlagen wurde schon angesprochen. Ebenso das Familienleben. Das bietet aber auch: Laaangeweile. So gut das Original auch ist, es gibt Szenen, in denen nur am Mittagstisch gesessen wird. Minutenlang! Kein Gespräch, nur Blicke. Es gibt die Klepto-Schwägerin, eine Büroaffäre und Probleme mit der Behinderung des Sohns. Das sind Aspekte, über die man als Zuschauer gern hinweg sieht, da sie zum Großen Ganzen kaum etwas beitragen. Das heißt aber nicht, dass sie in der deutschen Version außer Acht gelassen werden können. Wir Deutschen können langweilig sein. Richtig doll. Das darf man dann auch zeigen. Auf das wie kommt es an. Und das liegt auch am Geld.

5. Budget
Es ist nicht der erste Versuch, aus ausländischem Material eine deutsche Version zu machen. Meist scheitert so etwas (bis auf den geklauten „Stromberg“). Es gab tatsächlich eine deutsche LOST-Version! Die sah genau so schlecht aus, wie man es vermutet, da sie mit einem Zehntel des US-Budgets auskommen musste. Bei all dem Lob für Bryan Cranstons Schauspiel, für die guten Drehbücher und ausgefallenen Ideen, darf man doch nicht vergessen, dass jede Folge des Originals etwa 3 Mio Dollar kostete! Das ist mehr als ein durchschnittlicher deutscher Spielfilm. Ich bezweifle jetzt schon, dass man für den gesamten 4-Teiler mehr als 3 Mio Euro ausgeben wird. Und doch steckt in der Qualität von „Breaking Bad“ eine Menge Geld. Es gibt in der Serie Kameraeinstellungen, die eher ans Kino und weniger ans Fernsehen erinnern. Es gibt Drehorte, die sind in Weite und Größe kaum zu überbieten. Das Produktionsdesign ist realistisch und High-Tech zugleich (Gus’ unterirdisches Labor). Die Musik ist experimentell und ebenso hochwertig. Jede Nebenrolle ist exzellent geschrieben und besetzt, so als gelte es, aus jedem kleinen Charakter einen Star machen zu wollen. Ein 4-Teiler ist natürlich einfacher zu produzieren, an guten Crews und echten Talenten mangelt es in Deutschland auch nicht. Es wäre nur schön, wenn diese mal anständig bezahlt würden, bzw. ausreichend Geld zur Realisierung von bestimmten Ideen bekämen.

Es wäre wünschenswert, wenn wenigsten ein paar Tipps beachtet werden, anstatt den typisch deutschen Einheitsbrei zu panschen, der durch tausend Köche in Redaktion und Sendeanstalt verursacht wird. Im Grunde genommen hat sich das ZDF keinen Gefallen damit getan, den direkten Vergleich zum Original herzustellen. Wer sich mit den Großen schmückt, muss sich auch an ihnen messen lassen.

Let’s Be Cops (2014) – Trailer

March 27, 2014 at 1:23 am

Sieht tatsächlich nach einer lustigen Komödie mit 2 “New Girl” Typen aus. Der Trailer ist aber eindeutig zu lang und zeigt zuviel, ich hab nach einer Minute ausgemacht, werde den Film trotzdem gucken. Deutschlandstart: 25.Sept.2014

Hercules (2014) – Trailer

March 25, 2014 at 5:56 pm

Mit Dwayne “The Rock” Johnson, von Brett “Der Stümper” Ratner. Wird einem zumindest durch Ian McShanes Voice Over schmackhaft gemacht. Deutschlandstart 04.Sept. 2014.

Peanuts (2014) – Trailer

March 20, 2014 at 12:00 pm

Sieht überraschend gut aus.

Robocop (2014) – Kritik

March 10, 2014 at 11:08 pm

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Robocop, Regie: José Padilha, 117 min, 2014

5Sterne

 

 

Kurz:

Ein verstümmelter Cop wird in einen Roboteranzug gesteckt um fortan gegen das Verbrechen zu kämpfen, bis er entdeckt, dass er Teil des korrupten Systems ist. Ein unterhaltsamer, wenn auch irgendwie überflüssiger Sci-Fi-Film, der wie zu erwarten nicht an das Original rankommt. Ein Film, der fast zu intelligent fürs heutige Actionkino scheint – nur um im 3. Akt zu beweisen, dass er doch total enttäuschen kann.

Lang (SPOILER):
In naher Zukunft will die Technikfirma OCP ihre Militärroboter aus den Krisengebieten der Welt endlich nach Amerika holen. Die Polizei braucht dringend Unterstützung beim Kampf gegen das Verbrechen an der „Homefront“. Doch wie soll man das Gesetz umgehen, welches den Einsatz von Robotern als Verbrechenskämpfer verbietet? Mit Lobbyarbeit und einem Trick: einfach einen Menschen in die Maschine stecken und schon kann man mit Militärtechnik auch zuhause Kohle verdienen. Da trifft es sich gut, dass Polizist Alex Murphy gerade von einer Autobombe verstümmelt wurde. Seine Frau gibt die Einwilligung, aus  dem Rest seines Körpers eine Mensch-Roboter-Kombi zu machen und damit beginnt der Film dann auch seine eigentlichen Mission. Nach einer gefühlten ganzen Stunde! Man nimmt sich Zeit mit der Herstellung des Supercops. Das gibt dem Film Tiefe. Seiner Hauptfigur, dessen Familie, dem Wissenschaftler, der aus einem Krüppel den Übermenschen schafft. Selbst die Motivation von OCP wird durch und durch beleuchtet (es geht um Profit).

Nachdem Murphy die Hersteller der Autobombe, welche ihn töten sollte, zur Strecke gebracht hat, ist man auch schon im dritten Akt des Films und stellt fest, dass die Filmemacher alles vergessen haben, was denn in diesen Teil des Dramas reingehört:
Ein Bösewicht? Vergessen (und schnell mal gezaubert)!
Ein ebenbürtiger Gegner für die Supermaschine? Vergessen! (naja, gibt’s irgendwie schon, aber völlig unspektakulär)
Ein spannendes Ende? Vergessen! (wie soll’s das auch geben, wenn Bösewicht und ernsthafter Konflikt fehlen?)

Ich habe mir dieses Remake von Paul Verhoevens Meisterwerk Robocop (1988) gern angesehen und bin trotzdem total enttäuscht worden. Titelfigur Alex Murphy wird dieses Mal von Joel Kinnaman gespielt, dem ein paar sehr gute Schauspieler zur Seite stehen. Gary Oldman spielt den Wissenschaftler, der Robocop baut und die moralische Balance des Films ist (inklusive Gewissenskonflikt und Wiedergutmachung). Michael Keaton spielt den Firmenchef von OCP für die meiste Zeit des Films als sympathischen Boss der Neuzeit – bis er am Ende zu einem Killer werden soll. Völlig fehl am Platz. Jay Baruchel spielt den Comic Relief. Michael K. Williams (aka The Wires Omar Little) ist Murphys verlässlicher Partner. Selbst Jackie Earle Haley (aka Watchmens Rorschach) ist als olles Militär-Arschloch dabei. So gut, so richtig. Und sie allen nehmen teil an der Verwandlung vom Menschen zur Maschine und zurück zum Menschen. Alles super. Bringt nur nichts, wenn der Film zum Ende hin auseinander fällt.

Und nun zum unweigerlichen Vergleich mit dem Original: Alles vergessen, was Verhoevens Film so gut gemacht hat. Zum einen die Gewalt, die 1988 nicht nur eine Parodie auf Hollywoods Actionkracher der 80er war, sondern auch die grauenvollen Zustände vom Detroit der Zukunft beschreiben durfte. Diesem neuen PG-13 Film fehlt das ganze Blut (und der beißende Sarkasmus) notgedrungen, weil man durch weniger Gewaltdarstellung ein breiteres Publikum erreichen möchte (es sich aber nicht nehmen lässt, minutenlang auf ein ekeliges, freiliegendes Gehirn zu filmen). Dadurch gerät aber die Dringlichkeit einen Robocop in US-Städte zu bringen, total in den Hintergrund. Man sieht das Elend kaum (tatsächlich ist das heutige Detroit näher an Verhoevens Vision, als das im Film gezeigte!). Auch die Reaktionen auf Gewalt sind unterschiedlich. Während es im Original vor Ignoranz und Witz so sprudelte, erweckt das Fehlen der Bluttaten weder Emotionen bei den Charakteren, noch beim Publikum. Die Medienkritik konnte vor 25 Jahren die 24-Stunden-News-Networks noch nicht voraussagen, kam aber der Sache schon nahe. Dagegen wirkt Samuel L. Jacksons TV-Kommentator wie eine lahme Bill-O’Reilly-Version und ist leider gar nicht lustig. Seine Gimmicks (Aufpoppen von Videos, Hologramme im Studio) gibt zwar die derzeitige „Strategie“ von CNN wider, aber wo sind denn die ganzen Grafiken drum rum? Will man uns weiß machen, dass diese in Zukunft wieder abgeschafft werden? Eher unglaubwürdig. Sowieso ist der Sci-Fi-Anteil im Film reduziert auf alles, was mit Robotern zu tun hat. Die Stadt, die Häuser, die Kleidung, die Musik, selbst die Waffen sehen aus, wie von heute. Da wirken die OCP-Maschinen sehr befremdlich. Sowieso muss man sich fragen, wer denn die tolle Idee hatte, aus dem Hauptgegner des Originals „ED-209“ eine lahme Kopie zu machen, deren Existenz durch menschenartige Roboter zusätzlich in Frage gestellt wird. Mal abgesehen davon, dass weder dem neuen Ed-209, noch seinem humanoiden Counterpart, irgendeine Art von Persönlichkeit zugestanden werden, wird nicht erklärt, warum es denn diese zwei so völlig unterschiedlichen Modelle gibt. Die Mensch-Maschine soll natürlich zeigen, dass es für OCP kein Problem ist, einen Kopf auf einen Roboteranzug zu stecken, wie es später bei Murphy passiert. Das ist aber ein billiger Drehbuchkniff, der nie richtig ausgespielt wird. Zumal die tollen Zweibeiner vom Robocop  schon in der ersten Übung zu Zielscheiben degradiert werden, die es nur umzuballern gilt. Bleiben die Charaktere: Murphy und Familie werden gut beleuchtet. Allerdings wird hier weniger den Kampf von der Leiche zurück zum Menschen gezeigt, sondern… ja, was eigentlich? Abgesehen von der ersten Zurückhaltung Murphys überhaupt leben zu wollen, ist seine Persönlichkeit, sobald er den Anzug an hat, voll ausgeprägt. Sie wird vielleicht durch ein paar Drogen beeinflusst, es gilt sogar, sie durch die Programmierung hindurchzuschleusen (äh, wie bitte?), aber mit einem Reifeprozess, oder einer echten Entwicklung hat das wenig zu tun. Die Nebenfiguren bieten da mehr Spaß. Oldmans Wissenschaftler menschelt und zweifelt wo es nur geht und Keatons CEO darf genauso sein, wie man sich den Geschäftsführer von heute wünscht (oder fürchtet). Die Wandlung des Letzteren zum skrupellosen Killer kann aber nicht einmal jemand wie Keaton glaubwürdig darstellen, was letztlich am Script liegen muss, denn dieser Mann hat eindeutig das Zeug zum Psychopaten. Von Murphys „Killer“ oder seinen korrupten Kollegen muss man nicht schreiben, da sie so facettenlos sind, dass man ihnen gleich Namen wie „Plot Device“ hätte geben können. Vorbei die Zeit, in der es bei OCP Machtkämpfe im Vorstand gab und niemand so recht wusste, wer denn das größere Arschloch ist. Vorbei die Zeit, in der Clarence Boddicker als echter Killer mit Horror-Gang auftreten konnte („Bitches leave!“). Vorbei die Zeit, in der man um Murphys Partner bangen durfte und die Freundschaft der beiden Cops mehr als nur Plattitüde war.

Nein, auch wenn der neue Film sich bei ein paar Zitaten des Originals bedient, im Vergleich schneidet er unterdurchschnittlich ab.

Oscars 2014

March 3, 2014 at 11:15 pm

Früher habe ich die Oscars geliebt. Ob es an Ellens holpriger, langweiliger Moderation lag, dass ich in diesem Jahr kaum Interesse hatte? Die Nominierten waren jedenfalls nicht schuld, denn 2013 war ein sehr gutes Filmjahr – vor allem für Schauspieler. Ich hätte jedem von ihnen die Statue gegönnt. Letztlich war aber alles so vorhersehbar wie immer.

Die großen Gewinner sind Gravity (yeah!), 12 Years a Slave und Dallas Buyers Club. Alle sehr verdient.

Bester Film
12 Years a Slave

Beste Regie
Alfonso Cuarón (Gravity)

Bester Darsteller
Matthew McConaughey (Dallas Buyers Club)

Beste Darstellerin
Cate Blanchet (Blue Jasmine)

Bester Nebendarsteller
Jared Leto (Dallas Buyers Club)

Beste Nebendarstellerin
Lupita Nyong’o (12 Years a Slave)

Beste Kamera
Emmanuel Lubezki (Gravity)

Visuelle Effekte
Gravity

Life After Pi – Kurzdoku über VFX-Zustände in Hollywood

March 1, 2014 at 8:29 pm

Rhythym & Hues war eines der kreativ erfolgreichsten VFX-Häuser in Hollywood. Die Doku “Life After Pi” zeigt Fehler im System auf, die dazu führten, dass R&H Bankrott anmelden musste. Für Insider ist das nichts neues. Knebelverträge, verspätete Zahlungen und Sonderwünsche (ohne Kompensation) sind an der Tagesordnung aller Post-Häuser, auch in Deutschland. Ähnlich ergeht es Produktionen, Praktikanten und Kreativen in der gesamten deutschen Branche, aber dazu vielleich an anderer Stelle mehr.