Wojciech Kilar 1932-2013

December 30, 2013 at 10:27 am

Einer der besten europäischen (Film-) Komponisten ist von uns gegangen. Wojciech Kilar hat mich besonders mit seinem Score für Dracula beeindruckt, den ich jedem nur empfehlen kann. Hier zum Kauf.

Eines seiner schönsten Stücke „Father Kolbe’s Preaching“ findet man auf dem Soundtrack zu The Truman Show:

 

Top 10 – Filme 2013

December 29, 2013 at 5:28 pm

2013 war ein durchwachsenes Jahr. Ich habe nicht viele Filme gesehen, aber fast jeden Blockbuster. Da waren sehr viele Enttäuschungen dabei (Man of Steel, Pacific Rim, The Lone Ranger, Die Hard 5, Trance, R.I.P.D. usw.)

Und doch gab es unerwartete Highlights, die jeder gesehen haben sollte. Zu beachten ist, dass ich alle Filme im Original sah, was sich besonders bei den Komödien auf die Gags auswirken kann.

 

1. Gravity (Alfonso Cuarón)

Ganz klar der Film des Jahres. Echtes Kino, für den Besuch im IMAX-Theater gemacht. Atemberaubende Bilder, nahezu perfekte Effekte, eine simple aber spannende Handlung. Endlich mal ein Film für den sich 3D lohnt. Sandra Bullock und George Clooney in Bestform.

 

2. Oblivion (Joseph Kosinski)

Ein Sci-Fi-Film, der sich visuell und handlungstechnisch überall bedient und dabei trotzdem etwas Eigenes erschafft. Spannung durchweg. Tom Cruise kann es noch, aber Andrea Riseborough stiehlt jedem die Show.

 

3. Django Unchained (Quentin Tarantino)

Tarantino  beweist, dass er auch Spaghetti-Western drauf hat und trotz Längen durchweg unterhalten kann. Jamie Foxx und Christoph Waltz sind ein tolles Team, Leonardo DiCaprio ist ein unterhaltsamer Schurke. Das Beste an Tarantinos Filmen sind ihre Drehbücher, weil sie sich nie an Konventionen halten. Dass er für seine B-Movie-Phantasien Geld und Stars bekommen kann, ist ein Lichtblick im sonst so durchkalkulierten Hollywood. Technisch gesehen von 2012, bei uns aber erst im Januar gestartet.

 

4. 2 Guns (Baltasar Kormákur)

Als wären die 80er nie vorbei gewesen, schafft der Film es spielend, einen Buddy-Cop-Movie der heutigen Zeit zu produzieren. Denzel Washington endlich mal als lockerer Typ, der von Marky Mark tatsächlich an die Wand gespielt wird! Die Handlung nimmt so viele Wendungen, dass einem schwindelig wird und trotzdem bleiben Action, Unterhaltung und dumme Sprüche nicht auf der Strecke. Ein toller Spaß mit einem herausragenden Bill Paxton in der Nebenrolle.

 

5. We’re The Millers (Rawson Marshall Thurber)

Ich mag ja Jason Sudeikis. Er verließ Saturday Night Live, um mehr Spielfilme zu drehen und hat mit dieser Komödie ein gutes Händchen bewiesen. Witzig und kurzweilig kommt diese absurde Geschichte, um Amateur-Drogenschmuggler daher. Habe gut gelacht, über’s englische Original.

 

6. The World’s End (Edgar Wright)

Der dritte Teil von Simon Peggs und Nick Frosts „Cornetto-Trilogie“ ist der reifste Film von allen. Meine Rangliste wäre demnach: 1. Hot Fuzz, 2. The Worl’d End, 3. Shaun of the Dead (ich bin nicht so der Zombie-Fan). In der britischen Provinz angesiedelt, ist der Film mit seinem Kampf gegen die Invasion von Außen, letztlich wieder ein Beispiel, wie gut Wright, Pegg und Frost das Thema „Freundschaft“ in Szene setzen können. Ein Film mit Herz.

 

7. This is The End (Seth Rogen/ Evan Goldberg)

Seth Rogen spielt sich selbst, in dieser absurden Hollywood-Apokalypse. Jay Baruchel und James Franco sind auch dabei. Die Show stehlen aber Jonah Hill und Danny McBride. Wem diese Namen nichts sagen, der hat wohl die letzten 6 Jahre keine Komödien gesehen. Daher hier eine kurze Liste mit Empfehlungen: Superbad (2007), Pineapple Express (2008), Observe and Report (2009), She’s Out of My League (2010), Your Highness (2011), 21 Jump Street (2012). Wieder einmal gilt meine Empfehlung für die Originalversionen, da diese Komödien sehr stark durch Improvisation und „Self-Awareness“ geprägt sind, welche in der dt. Fassung gerne verloren gehen.

 

8. Ironman 3 (Shane Black)

Der dritte Einsatz von Robert Downey Jr. Als Ironman fühlt sich an wie eine Fortsetzung vom gern übersehenen Kiss Kiss Bang Bang (2005), was kein Wunder ist, da beide den selben Regisseur haben. Black hat sich durch seine Action-Drehbücher der 80er und 90er (u.a. Leathal Weapon) einen Ruf als Mann der leichten Unterhaltung gemacht und tatsächlich kommt dieser Superheldenfilm mit viel Coolness und Selbstironie daher.

 

9. Lincoln (Steven Spielberg)

Spielberg beweist erstens, dass er noch gute Filme machen kann und zweitens, dass Geschichte jenseits Guido Knopp unterhaltsam und spannend sein darf. Das dichte Drehbuch von Tony Kushner hilft dabei sehr.  Daniel Day-Lewis bekam völlig verdient einen Oscar für sein Präsidentenportrait. Technisch gesehen von 2012, bei uns aber erst im Januar gestartet.

 

10. Elysium (Neil Blomkamp)

Der Film hätte besser sein müssen, hat aber zu viele Schwächen in seiner Handlung. In den USA wollten dann auch gar nicht so viele Leute den Nachfolger von District 9 (2009) sehen, was wohl auch daran lag, dass es sich um eine ziemlich offensichtliche Allegorie auf die aktuelle Immigrationspolitik des Landes bezieht. Unerreicht sind aber die Special Effects. Allein die Roboter sind ein CG-Wunderwerk und machen mir Hoffnung, dass computeranimierte Kreaturen doch eine Qualität haben können, die ich bisher nur bei praktischen Effekten sehe.

 

Ich habe im Kino nur einen deutschen Film gesehen, und zwar Hai-Alarm am Müggelsee (Leander Haussmann/ Sven Regener). Kann man den empfehlen? Naja, da steckt ein halber wirklich guter, lustiger Film drin, der leider von seiner anderen Hälfte fast kaputt gemacht wird. Ein paar gute Gags machen eben noch keine Komödie, ein paar absurde Szenen noch keinen Monty-Python. Haußmann und Regener waren stolz, den Film innerhalb eines Jahres fertig gestellt zu haben. Das sieht man den 90 Minuten aber auch an, denn eigentlich gibt es nur für 40 Minuten Stoff. Der Rest wird in viel zu langen Einstellungen ertränkt. Trotzdem kann ich solche Filme in Deutschland nur empfehlen und hoffen, dass wir mehr davon sehen werden. Wobei es eine Schande ist, dass laut Aussage von Buch/Regie, kein Geld dafür locker gemacht wurde. Wenn die Filmförderung/Verleiher keine Kohle für einen Unterhaltungsfilm ausgeben wollen, wieso wundert man sich eigentlich, dass deutsche Filme so selten unterhalten und kaum Geld einspielen?

 

Habe ich Highlights von 2013 vergessen?

 

Tatort – Eher nicht… {UPDATE}

December 26, 2013 at 11:05 am

tatort_logo

Ich habe in meinem ganzen Leben bisher 1,5 Tatorte gesehen. Eigentlich wollte ich ein Experiment zur Weihnachtszeit wagen, aber da machten mir die Öffentlich Rechtlichen einen Strich durch die Rechnung.

Der Plan: Alle Tatorte des Jahres in der Mediathek ansehen (bzw. speichern, es gibt Apps für so was) und damit die Weihnachtszeit nutzen.

Das Scheitern: Es gibt alle Tatorte des Jahres nicht in der Mediathek. Es gibt die letzte ausgestrahlte Sendung für 7 Tage zur Ansicht (und das auch erst sein 2010). Das liegt zum Teil an den Musikrechten (in Deutschland allgemein ein Graus und damit Wert, in Zukunft näher beleuchtet zu werden), zum Anderen an den Dritten. WDR, SWR und Co. produzieren nämlich nicht nur die Filme selbst, sondern strahlen auch ständig Wiederholungen der letzten Jahrzehnte (!) aus. Da ich keinen Fernseher besitze, komme ich aber nicht in den Genuss dieser Ausstrahlungen. Es bleibt die Mediathek. Oder eben nicht.

Das Fazit: Es ist schier unmöglich, ohne TV und ständiges Scannen der Dritten, die offensichtliche kulturelle Lücke des „Tatort-Mangels“ zu schließen. Es bliebe vielleicht noch der Weg, in ein paar (überteuerte) DVD-Boxen zu investieren. Die Qualität der bisherigen anderthalb Sendungen haben mich aber nicht überzeugt, eine solche Geld- und Zeitinvestition zu machen.

UPDATE: Ich habe nun 2,5 Tatorte gesehen, denn “Die fette Hoppe” konnte ich Weihnachten im TV erwischen. Da dieser Krimi als “frischer Wind” und “unterhaltsam” beschrieben wurde, bin ich irgendwie ganz froh, mein Experiment mit anderen Ermittlern nicht gemacht zu haben. Denn wenn dieser langweilige (in Handlung und Bildern) Kinderkram als positives Beispiel für die Tatort-Reihe steht, muss ich mir den Rest wohl nicht gönnen. Tschirner und Ulmen spielen ganz gut, einige Dialoge sind auch recht witzig, das täuscht aber nicht über die simple Kernhandlung und die Schwächen aller anderen Abteilungen hinweg. (Wer hat denn da Kameraarbeit geleistet? Geht’s noch uninspirierter?)

 

 

Tim’s Vermeer (2014) – Trailer

December 23, 2013 at 7:10 pm


Eine lang erwartete Doku. David Hockney stellte mal die Theorie auf, dass ein Qualitätssprung in der Kunst vor ein paar hundert Jahren nicht ohne Hilfsmittel zu erklären war. Tim Jenison hat diese Theorie in fünfjähriger Kleinstarbeit umgesetzt. Hier kann man etwas darüber nachlesen, hier gibt es ein Interview mit ihm.

The Grand Budapest Hotel (2014) – 2 Trailer

December 22, 2013 at 4:33 pm

Wes Andersons Stil war mir immer zu aufgesetzt, bis dieser in Moonrise Kingdom doch überzeugen konnte. Zum Teil in Deutschland und mit deutscher Crew gedreht, ist TGBH sowieso einen Blick wert. Neben dem stimmungsvollen ersten Trailer hier, gibt es eine zweite Variante, die mir ein bisschen zu viel verrät.

Transcendence (2014) – Trailer

December 21, 2013 at 7:19 pm

Wally Pfister war Christopher Nolans Kameramann der Batman-Trilogie und sollte sich mit guten Bildern auskennen. Sein Regiedebut sieht trotzdem aus, wie ein billiges B-Movie, aber das kann auch an der hanebüchenen Handlung liegen, die irgendwie an 70er-Jahre Sci-Fi erinnert (Colossus-The Forbin Project, Demon Seed und Phase 4 lassen grüßen, funktionieren heute aber auch nur noch im Kontext ihrer Entstehungszeit).

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel – Sendetermine 2013

December 20, 2013 at 2:34 pm

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Ab diesem Wochenende ist es wieder soweit. „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ läuft. Der beste Weihnachtsfilm kommt quasi im Dauerloop in den Öffentlich Rechtlichen. (Quelle)

Wer sich dem Diktat der Sender nicht beugen will, keine GEZ zahlt, oder den Film einfach das ganze Jahr über sehen will, bekommt ihn hier: via Amazon

How to Train Your Dragon 2 (2014) – Trailer

December 20, 2013 at 1:38 pm

Endlich kommt der zweite Teil. Für mich war der erste einer der besten Animationsfilme der letzten Jahre und auf jeden Fall einer der besten 3D-Filme, die ich im Kino gesehen habe.

Achtung Spoiler! Laut Slashfilm gibt es von 1:00-1:48min Szenen, die zu viel von der Handlung verraten.

Dawn of The Planet of The Apes (2014) – Trailer

December 18, 2013 at 6:57 pm

Nichts kann sich mit dem Original messen. Scheinbar versucht man das hier auch nicht, sondern geht mit dem Sequel zum Reboot vom Planet der Affen eher den Weg der totalen Apokalypse. Da vergisst man fast den grauenvollen Untertitel des ersten Versuchs “PdA: Prevolution”.

22 Jump Street (2014) – Red Band Trailer

December 16, 2013 at 8:19 pm

Fuck Yeah! Ich glaube hier in Deutschland lief der erste Teil nicht so doll, aber der war trotzdem eine der besten Komödien der letzten Jahre und ich freue mich auf Teil 2. Vorsicht, in diesem Trailer gibt es am Ende ein Cameo, das man sich vielleicht lieber fürs Kino aufgehoben hätte!